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January 28 2012

Lesestoff

Wieder viel Zug gefahren und viel Krempel gelesen.

Und was machen Sie so?

Die schlimmste Frage im Umgang mit Fremden.

Wer wollte das rosa Einhorn?

Der kleine Alexander wollte schon im Kindergarten lieber Alexandra sein. Nun wünscht sich die Elfjährige eine Hormonbehandlung. Das Jugendamt ist dagegen.

Julian Assange: The Rolling Stone Interview

Under house arrest in England, the WikiLeaks founder opens up about his battle with the ‘Times,’ his stint in solitary and the future of journalism

Wünsch Dir was!

Wie Europas Digital-Kommissarin den gestürzten Minister zu Guttenberg engagierte

Wenn Nazis toleriert werden

Seit Jahrzehnten sind Rechtsextremisten in Bayern aktiv. Auch die Zwickauer Terrorzelle hat hier gemordet. Für die Behörden kein Grund, genauer hinzusehen.

“Was willst du hier, Neger?”

Wer nicht weiß ist, ist kein Mensch: Wie ich als Deutsch-Guineer in Brandenburg aufwuchs.

Medieval Knights May Have Had PTSD

They were often sleep-deprived, exhausted and malnourished. They slept outside on hard ground, fully exposed to whatever weather befell them. And their lives were full of horror and carnage as they regularly killed other men and watched their friends die.

Wie die Uni-Ökonomen versagen – die Theorie der Prostitution als Mahnmal

Im Jahre 2002 erschien im Journal of Political Economy ein Artikel mit dem vielversprechenden Titel “A Theory of Prostitution”. Zwei Ökonominnen, Lena Edlund und Evelyn Korn beschäftigen sich darin mit einem “hochinteressanten” Phänomen: Prostitution ist eine Tätigkeit, die keine Ausbildung braucht, arbeitsintensiv ist und hauptsächlich von Frauen durchgeführt wird. Und trotzdem, und jetzt kommt das Rätsel, sind Prostituierte im Durchschnitt gut bezahlt. Wie kann das sein? Als Laie würde man naiv vermuten, dass attraktive und gleichzeitig sexbereite junge Frauen relativ knapp sind, und sich deshalb ein relativ hoher Preis bildet.

Die Wahrheit ausgeblendet

Solange Christian Wulff Landespolitiker in Niedersachsen war, warf er der politischen Konkurrenz mit Verve ihre moralischen Verfehlungen vor. Ein Beispiel aus dem Jahr 1995 zeigt: Selbst mit der Wahrheit nahm es der Christdemokrat nicht so genau, wenn es darum ging, eine politische Gegnerin auszuschalten.

Scary science, national security, and open-source research

H5N1, the famous bird flu, is deadly to humans. Of the 566 people who have contracted this form of influenza, 332 have died. But, so far, the people who have caught bird flu don’t seem to have contracted the disease from other humans, or passed it on. Instead, they got it from birds, often farm animals with whom the victims were living in close contact. H5N1 was first identified 14 years ago, and there’s never been a documented case of it being passed from person to person.

But that doesn’t mean such a leap is impossible.

The Greatest Running Shoe Never Sold

How hard is it for an independent inventor to sell an idea to a multinational? Try running a mile in Lenn Hann’s shoes

Liebe Agenten: Die SED gibt es nicht mehr

Der Verfassungsschutz hat sich in erster Linie mit Spionage-Bekämpfung und dem Linksextremismus beschäftigt. In dieser Zeit ist er steckengeblieben. Beim rechtsextremen Terrorismus hingegen hat er vollkommen versagt, sich aber mit Verve der Beobachtung von 27 Abgeordneten der Linkspartei gewidmet. Und die Begründung von Innenminister Friedrich? Heilige Einfalt!

Das Grundgesetz ist links

Von wegen Verfassungsschutz! Es geht um das (vor)herrschende System. Darum werden auch nicht die irren Links-Fundis im Westen überwacht, sondern die Realos im Osten. Die sind für den real existierenden Kapitalismus viel gefährlicher.

Die Welt ist zwei Kugeln

Sie wird gemobbt und gemieden, dabei tut sie nur, was von ihr erwartet wird. Warum Micaela Schäfer dringend Dschungelkönigin werden sollte.

January 26 2012

Ein unerwartetes Talent

Ihr kennt das.
Man sieht jemanden und hat ihn oder auch sie direkt in eine Schublade gesteckt.
Geile Sau. Durchgeknallter Typ. Streber. Asi. Loser!

Und plötzlich taucht jemand auf, mit dem man nicht gerechnet hat, von dem manche leugnen, dass er überhaupt da ist.

Doof, wenn man dann merkt, dass man sich geirrt hat und sich dann eingestehen muss, dass da jemand mit so viel mehr Talent gesegnet ist als man selbst.

Und auf einmal ist man Fan.

Manche sind mehr als nur ein kalter Fisch.

Shark Song von Whitehouse Content gehört in jede gute Plattensammlung.

(Kein Video im Feed aber das dringende Bedürfnis, es sehen zu wollen? Zum Glück gibt es diesen Link!)

Das Titelbild basiert auf einem Foto von Flickr-User Christian Haugen, der es unter einer CC-Lizenz veröffentlicht hat. Dem schließe ich mich dankend an. Danke schön!

January 25 2012

Wir unterbrechen unser Programm!

Nachdem schon alle anderen 35.279.486.751.359 deutschen Wald- und WiesenBlogs drüber geschrieben haben, muss ich das kurz auch noch tun.

Muppets. Kino. Guckbefehl!

Warum?
Weil es sich lohnt und – ähh – genau.


(Wer dieses Video nicht kennt, hat nicht gelebt. Wenn es im Feed also nicht angezeigt wird, sofort HIER klicken!)
Harr, ich liebe diese Newsflashs. :)

January 24 2012

Alles wird schlimmer.

Alles wird besser.
Die Wirtschaft boomt, also unsere. Die Zukunft strahlt, messbar in Becquerel.
Blühende Landschaften, ewige Liebe und Weltfrieden.
Einhörner und Steuersenkungen.
Skins in Bomberjacken, die schwarze Omis über die Straße tragen.
Männer, die zuhören.
Frauen, die nachgeben.
Alles wird besser.
Glücklich bis ans Ende.
Ja, oder?


(Kein Video im Feed und ihr habt immer noch gute Laune? Kann nicht angehen. Hier geht’s ins Blog!)

Birdboy ist ein fantastischer Kurzfilm von Pedro Rivero und Alberto Vázquez, der einem wunderbar die Laune versauen kann und der es bis in die Vorauswahl der Oscars geschafft hat.
Und jetzt ist er hier! ;)
Mehr gibt’s auf birdboy.net

Wahnsinn mit Methode

Fragt man die allwissende Müllhalde, so ist eine Methode “ein mehr oder weniger planmäßiges Verfahren zur Erreichung eines Zieles. Methoden finden sich in der Alltagspraxis genauso wie in Wissenschaft, Philosophie und Kunst. Im engeren Sinne wird unter einer Methode ein Erkenntnisweg verstanden.”

Ein planmäßiges Verfahren zur Erreichung eines Ziels also. Das dürfte in unseren Breitengraden doch sehr beliebt sein, denn wo sonst gibt es so viele Leute, die ohne Plan noch nichtmal aufs Klo gehen können.

Nun gibt es natürlich eine ganze Fülle von Zielen, die man ins Auge fassen kann, um sie mit der richtigen Methode zu erreichen.

Aber wenden wir uns wieder den Dingen zu, die Normalsterbliche wie unsereins auch begreifen können.
Womit wir immer mal wieder abseits universitärer Elfenbeintürme konfrontiert werden, sind Schauspieler, die sich einer Methode verschreiben, um, nun ja, bessere Schauspieler zu werden ohne wie Schauspieler zu wirken.

Wer jetzt an Fressorgien im Dienste des Drehbuchs denkt, der liegt so falsch nicht. Aber es gibt noch so viel mehr.


(Mal wieder kein Video im Feed? Hier entlang!)

(Gefunden beim altehrwürdigen Peter.)

Das Titelbild basiert auf einem Foto von Flickr-User Adriano Agulló, der es unter einer CC-Lizenz veröffentlicht hat. Dem schließe ich mich dankend an. Danke schön!

January 23 2012

Preiset den Herrn

Manchmal muss man nicht groß drumrumreden oder sich fragen, ob man das jetzt zusammen oder auseinander schreibt.
Manchmal braucht man einfach nur die richtige Musik zur rechten Zeit.

Mehr nicht.


(Kein Player im Feed? Im Blog schon.)

Ja, ich als Autofahrverweigerer verneige mich allein schon vor dem Bandnamen. ;)
Und ja, das ist nicht neu. Aber gut. Außerdem bin ich alt.
Kann man auch kaufen: iTunes-Link (Verdien ich nix dran!)

January 22 2012

Wissenschaft im Theater

Ich bin ja ein Fan der Wissenschaft und damit natürlich auch der Forschung. Gibt es irgendetwas neues, muss ich es ausprobieren. Alles muss getestet werden. Hat einer meiner Freunde und Bekannten ein neues technisches Spielzeug, muss ich es in die Finger kriegen. Es dürfte wenige Webservices geben, die auch nur entfernt praktisch erscheinen, bei denen ich keinen Account habe.

Doch auch ich muss eingestehen, dass auch der Forschung Grenzen gesetzt sind. Wir dürfen nicht alles.
Man denke doch nur an den armen Bobo!


(Kein Video im Feed, aber du willst wissen, was mit Bobo passiert? Dann aber ab ins Blog!)

Hm, vielleicht wäre das dann doch eher ein Job für Timmy gewesen…

Das Titelbild basiert auf einem Foto von Flickr-User Canon in 2D, der es unter einer CC-Lizenz veröffentlicht hat. Dem schließe ich mich dankend an. Danke schön!

January 20 2012

Lesestoff

Ich weiß ja, dass ich meinen Anteil daran habe, (gut, eigentlich hoffe ich es nur…) aber folgendes muss mal gesagt werden:

Ihr guckt zuviele Videos!

Und deshalb hab ich da mal was vorbereitet. ;)
Stammt wie immer aus meinen Leseorgien im ÖPNV und hoffentlich ist für euch auch was dabei…

Pulp. Emo. Wut. Fiction.

Eine magersüchtig-flachbrüstige Buchhandelsauszubildende mit Kleopatranase und Glasbausteinbrille steht vor mir und grinst mich mit ihren schiefen Zähnen an.

Lieber deutscher Nazi!

Kein Kopf ist gerollt, keine Republik erschüttert, kein Minister trägt für rechte Gewalt Verantwortung. Als Nazi, als Menschenhasser oder Minderheitenbespucker lebt man in diesem Land wie Gott in Frankreich!

Freundschaft mit einem Präsidenten: Was Barack mir so schreibt

Der amerikanische Präsident ist eine treue Seele. Wer einmal auf seiner E-Mail-Liste ist, erhält laufend Post. Doch wieso fragt Obama immer nach Geld?

Die Verheißung von Glück

Der aktuelle Skandal um die schädlichen Brustimplantate wurzelt in der Geschichte eines alten menschlichen Traums: durch künstliche Eingriffe der Medizin schöner zu werden. Doch was früher als vollendet galt, ist heute alles andere als begehrt.

Wenn der Staat versagt

Der Verfassungsschutz observiert mit Akribie kritische Demokraten – gewalttätige Neonazis lässt er in Ruhe oder beschäftigt sie als V-Leute. Bei solchen Fehlleistungen kann man sich verzweifelt fragen, ob nicht nur die NPD, sondern auch der Verfassungsschutz verboten gehört. Der Staat muss aus seinen Fehlern lernen – und nicht mit Vorschlägen wie einem Neonazi-Register vom Versagen ablenken.

Wer schützt die Verfassung vor dem Verfassungsschutz?

Der ungeheuerliche Skandal um die Thüringer Neonazis macht deutlich, dass der Inlandsgeheimdienst entweder überflüssig ist – oder gefährlich.

Thesen gegen die Ausplünderung der Gesellschaft: “Kapitalismus braucht keine Demokratie”

Wahnsinn als Selbstverständlichkeit: Seit Jahren ist es offensichtlich, dass die Demokratie ruiniert wird und der Sozialstaat zerfällt. Privatisierte Gewinne und sozialisierte Verluste sind zur Selbstverständlichkeit verkommen. 13 Gründe, sich selbst wieder ernst zu nehmen.

Kinder mit geringerem IQ neigen später eher zum Rassismus

Menschen mit geringerer Intelligenz liebäugeln eher mit politischen Meinungen vom rechten Rand. Die spätere Einstellung lässt sich schon im Kindesalter ablesen, haben Langzeitbeobachtungen in Großbritannien ergeben.

Study: Black man and white felon – same chances for hire

Racial disparities have been documented in many contexts, but here, comparing the two job applicants side by side, we are confronted with a troubling reality: Being black in America today is just about the same as having a felony conviction in terms of one’s chances of finding a job.

Es muss nicht immer Massenmord sein

Deutschland hat allen Grund zum Feiern. Im Sommer dieses Jahres jährt sich die Geburt von Wilhemine von Bayreuth (1709 – 1758) aus dem Hause Hohenzollern zum 303. Male, und es kann keinen Zweifel daran geben: Auch einem demokratischen, friedliebenden und in Wohlstand angenehm lebenden Gemeinwesen steht es gut an, dieser Markgräfin des Rokoko mit Staatsakten, Feiern und Ausstellungen die Referenz zu erweisen. Natürlich sprechen wir hier von einer Vertreterin des sog. „aufgeklärten Absolutismus”, aber in diesem Fall ist die Aufklärung weit, weit vor dem Absolutismus. Und selbst der Absolutismus dieser Markgräfin war eher so wenig absolut gestaltet, dass man unter ihr gut leben konnte.

Nummer Eins der Reue

Am Ende ihres Lebens haben Menschen der Schwester Bronnie Ware erzählt, was sie gerne anders gemacht hätten. Über unerfüllbare Wünsche an die Vergangenheit

Reborn

We have always been told there is no recovery from persistent vegetative state – doctors can only make a sufferer’s last days as painless as possible. But is that really the truth? Across three continents, severely brain-damaged patients are awake and talking after taking … a sleeping pill. And no one is more baffled than the GP who made the breakthrough. Steve Boggan witnesses these ‘strange and wonderful’ rebirths

Inside the secret industry of inmate-staffed call centers

When you call a company or government agency for help, there’s a good chance the person on the other end of the line is a prison inmate.

Ten Things Everyone Should Know About Time

“Time” is the most used noun in the English language, yet it remains a mystery. We’ve just completed an amazingly intense and rewarding multidisciplinary conference on the nature of time, and my brain is swimming with ideas and new questions. Rather than trying a summary (the talks will be online soon), here’s my stab at a top ten list partly inspired by our discussions: the things everyone should know about time. [Update: all of these are things I think are true, after quite a bit of deliberation. Not everyone agrees, although of course they should.]

CRACK – von der Liebe zu einer Frau

Stacey* war Lohnbuchhalterin in San Francisco, ich war dort Fahrradkurier. Der Dispatcher hatte mich zu einer falschen Adresse geschickt, dort saß sie zufällig hinterm Tresen, weil sie für eine kranke Kollegin eingesprungen war, und strahlte mich an. „Schicksal“, sagten wir später immer, wenn Freunde uns fragten, wie wir uns kennengelernt hätten.

January 17 2012

Die Zeit zurückdrehen

Über die Zukunft haben wir hier ja nun schon oft genug schwadroniert, so dass es auch mal an der Zeit ist, über die Vergangenheit zu reden.
Die Vergangenheit ist ja durchaus sowas wie ein Endlager für all das, was wir endlich hinter uns gelassen haben. All die peinlichen Momente, Schmerzen, Verlust und Trauer. Verregnete Ferientage, die Tage, als mit uns schlussgemacht wurde. Verpasste Züge, Wiederholungen im Fernsehen und Nächte mit Durchfall.
Alles Vergangenheit.
Zum Glück.

Aber eben nicht nur das.
Nicht nur all das Schlechte liegt hinter uns, sondern auch jeder glückliche Moment, den wir je erlebt haben. Jedes Lachen, jede Freudenträne. Sonnenauf- und Sonnenuntergänge am Strand, Küsse und Sex. Pommes-Currywurst-Mayo. Sommerferien und die ersten Meter auf dem Fahrrad ohne Stützräder. Die Eins in Mathe. Freunde und Familie.
Alles und jeder.
Alles, was uns ausmacht.

Und genauso, wie wir manchmal in die Zukunft blicken wollen, so gerne würden wir manchmal nicht einfach nur die Zeit anhalten, auf dass der schöne Augenblick doch verweilen möge, sondern sie umkehren. Die Zeiger der Uhr nehmen und sie zurückdrehen, bis wir an einem der Momente angelangt sind, als alles gut war…

Sketchi ist ein Film von Lily, den noch viel zuwenig Leute gesehen haben.

Das Titelbild ist von mir und wird hiermit unter folgender CC-Lizenz veröffentlicht: CC BY-NC-SA 3.0

January 16 2012

Einer dieser Tage

Und wieder neigt sich ein Montag seinem Ende zu. Endlich.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass ich nicht alleine bin mit diesem dumpfen Gefühl, dass der Montag es ganz besonders übel mit uns meint.
Mit der arbeitenden Bevölkerung.
Gut, nicht mit Friseuren. Aber die dürften alle anderen Tage hassen.
Genauso wie all die Leute, die extrem unangenehme Arbeitszeiten haben, damit wir in unserer Freizeit extrem angenehme Dinge tun können…

Einigen wir uns darauf, dass es Tage gibt, die einfach beschissen laufen.
Gut? Gut.

Genau so einen Tag hat nämlich Keith Reynolds.
Keith Reynolds? Nicht bekannt?
Nicht schlimm.
Ihr lernt ihn jetzt kennen.

Keith Reynolds can’t make it tonight ist ein Film von Felix Massie.

January 15 2012

Haste mal Feuer?

Man kennt das. Irgendjemand, den man noch nie zuvor gesehen hat, kommt an und möchte Feuer haben. Raucher sind in der Regel schnell dabei und ermöglichen auch dem Fremden seine zweifelhaften Vergnügungen. Wer mich fragt, hat in der Regel Pech, weil ich schlicht und ergreifend nie ein Feuerzeug oder Streichhölzer dabei habe. Dumm gelaufen.

Allerdings sollte man sich die Frage stellen, ob es nicht sinnvoll wäre, auch als Nichtraucher immer Feuer mit sich zu führen. Es ist eifnach viel zu praktisch. Nicht nur wenn es darum geht, den frisch zubereiteten Molotov-Cocktail anzuzünden oder der langmähnigen Schönheit Feuer zu geben, der man ihre Raucherei gerne nachsieht. Nein, auch die vielzeilig und oft beschworene Zombieapokalypse dürfte Situationen herbeiführen, in denen man sich simple Utensilien wie ein Feuerzeug herbeisehnen mag.

Nicht gänzlich von der Hand zu weisen sind außerdem spontane Zeitreisen. Sollte ich morgen früh mit der U-Bahn statt am Zielbahnhof in der Frühzeit ankommen, wäre Feuer ganz praktisch. Ich traue der KVB ja alles zu. ;)

Der Film hat den wohlklingenden Titel TADUFEU (Daher auch der Titel dieses Artikels hier) und hier gibt’s mehr Infos zum Film: tadufeu-lefilm.com
(via kaliban.de)

Das Titelbild basiert auf einem Foto von Flickr-User stephan mantler, der es unter einer CC-Lizenz veröffentlicht hat. Dem schließe ich mich dankend an. Danke schön!

Andere Mütter


Und weiter geht’s mit den Renovierungsarbeiten!

Auch wenn es manche meiner ergebenen Leser jetzt schockieren wird, muss ich jetzt eine Wahrheit aussprechen, die ich nicht länger verheimlichen kann und möchte:
Es gibt noch andere Blogs da draußen.

Damals, als Blogs noch der heiße Scheiß waren und ich vor lauter Koks und Nutten nicht wusste, wohin mit all dem Ruhm und den Säcken voller Geld, war es üblich, dass man in seinem Blog auch eine Blogroll hatte, in der man alles auflistete, was man selbst so las. Das war ne feine Sache, denn sagte einem ein Blog besonders zu, war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Betreiber ebenfalls Sachen im Blick hat, die einem selbst gefallen könnten.

Irgendwie hab ich den Eindruck, dass das in den letzten Jahren ein bisschen aus der Mode gekommen ist. Ich will mich da selbst nicht ausnehmen, denn meine Blogroll wurde auch sträflich vernachlässigt. Dann, nach dem Wechsel auf das neue Theme, hatte ich erst gar keine, was mir erst nach Wochen auffiel. Danach hab ich im Eilverfahren nur eine sehr bescheidene zusammengeschraubt, die mir selbst nicht wirklich gefiel.

Das hab ich jetzt geändert. Liste überarbeitet, Screenshots gemacht. Schmeichelhafte Texte geschrieben. Ehre, wem Ehre gebührt.

Ohne weiteres Rumgequatsche hier der Link:


Hier geht’s zur Blogroll

(Ich weiß übrigens, dass ich garantiert irgendwen übersehen habe, aber das hol’ ich selbstverständlich nach, sobald ich kann.)

January 13 2012

Lesestoff

Lesestoff? Hä? Ich versuch’s mal…

Da ich als Brutalstpendler jeden Tag recht lange im Zug sitze, habe ich mehrere Möglichkeiten, meine Zeit dort zu verbringen.

Schlafen. Ausm Fenster gucken. Den anderen Leuten beim Popeln zugucken. Lesen.

Während ich morgens den Schlaf bevorzuge, läuft es nachmittags meistens auf die gute alte Lektüre raus, da man erstens die Strecke allmählich kennt, wodurch der Blick aus dem Fenster an Reiz verliert und zweitens die Popelbegabung meiner Mitreisenden eher begrenzt ist. Auch hier hat man sich also schnell sattgesehen. (Klingt seltsam, bleibt aber jetzt so stehen.)

Wer viel liest, stößt mit etwas Glück auch auf lesenswerte Texte. Und da ich von meinem Publikum (nennen wir euch mal so) eine hohe Meinung habe, hoffe ich, dass für den einen oder die andere vielleicht auch was dabei ist. Außerdem teile ich gerne.

Es gibt keinen Fahrplan. Das Ganze hier wird eher unregelmäßig erscheinen, mal mit wenigen Empfehlungen, mal mit ganz vielen. Die Füllhöhe kann wie bei Cornflakes transportbedingt variieren. Außerdem kann es wie bei alles Naturprodukten Qualitätsschwankungen geben.

Viel Spaß damit.

The US schools with their own police

More and more US schools have police patrolling the corridors. Pupils are being arrested for throwing paper planes and failing to pick up crumbs from the canteen floor. Why is the state criminalising normal childhood behaviour?

Eine saftige Ohrfeige

Der BND ließ die Computer eigener Mitarbeiter filzen – illegal, wie das Bundesverwaltungsgericht feststellte. Der Befehl dafür kam wohl direkt aus der Chefetage

Elend Einfamilienhaus

Man versteht es nicht. Aber irgendetwas muss an der Idee dran sein. Irgendetwas treibt bis dahin ganz normale Leute, mit Mitte 30 die Innenstadt zu verlassen und sich irgendwo am Stadtrand ein Haus zu bauen. Irgendetwas muss diesem Haus anhaften, dass Leute ein klein bißchen den Verstand verlieren, denn bei Licht betrachtet ist es doch so:

Maria und Josef im Ghetto des Geldes

Die wohlhabendsten Deutschen mit den teuersten Häusern leben im Taunus bei Frankfurt: Banker, Manager, Industrielle. Was passiert, wenn man sie um Hilfe bittet? Die Schauspielerin Viola Heeß und unser Redakteur Henning Sußebach haben sich – als obdachloses Paar verkleidet – kurz vor Weihnachten auf den Weg gemacht.

Die unaussprechliche Katastrophe

Sexuelle Gewalt als Waffe kommt fast überall dort zum Einsatz, wo sich Menschen bekriegen. Opfer sind in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem Frauen – doch auch Männer werden systematisch vergewaltigt. Einer von ihnen ist der Kongolese Charles Kasereka: die Geschichte eines Mannes, der an seinem Martyrium zerbrochen ist.

Die teure Lizenz des Philips-Konzerns

Rund 8.000 Euro Anwaltskosten, 220 zerstörte DVDs und ein Jahr Schikanen. Wie der Philips-Konzern die Existenz eines Händlerpaars zerstörte.

Mein Alptraum Guantanamo

Guantanamo ist das Synonym für staatliche Willkür und Folter. Vor zehn Jahren begannen die Amerikaner, dort Terror-Verdächtige wegzusperren. Ohne Prozess, ohne Anklage. Lakdhar Boumediene, der siebeneinhalb Jahre unschuldig einsaß, erzählt seinen schwierigen Weg zurück in die Freiheit.

Kammarbeit im öffentlichen Raum

Herr Kaliban ist immer wieder verblüfft, wenn er in der Öffentlichkeit einher geht: Menschen sind nämlich komisch.

Commodore 64 — LOAD”30 JAHRE”,8,1

Wer die vergangene Woche nicht mit verbundenen Augen durchs Netz surfte, dürfte womöglich mitbekommen haben, dass der Commodore 64 im Januar 1982 — also vor exakt 30 Jahren — erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Besagtes Ereignis fand im Zuge der CES (Consumer Electronics Show) in Las Vegas statt.

January 10 2012

Schöner werden mit Adobé

Nach all den Texten und Filmen, die es hier gab, ist es jetzt auch mal an der Zeit für ein bisschen Werbung.
Und selbstverständlich würde ich hier niemals für etwas werben, das ich nicht selbst benutze.
Ihr müsst also nicht extra zu Tilly in den Salon, um euch ein wirklich tolles Produkt empfehlen zu lassen.

Es wirkt wahre Wunder. Ich schwöre drauf!


(Was? Schon wieder kein Video im Feed? Dann aber ab ins Blog!)

Extrem gute Werbeparodie von Jesse Rosten, von dem ich schon seinen tollen Kurzfilm Cart gezeigt habe.
(via Jeriko)

January 08 2012

Kleine Mädchen sind der Teufel. Teil 4

Wie ich ja schon mehrfach hier gezeigt habe, sind kleine Mädchen die Manifestation des Bösen in der Welt.

Da es aber immer noch Menschen gibt, welche die offensichtlichen Zeichen nicht sehen können oder wollen, darf ich nicht müde werden, hier darauf hinzuweisen.

Bevor ich aber demnächst mit einem Schild durch die Stadt laufe, mit dem ich hier in Köln vermutlich gar nicht auffallen würde, nutze ich doch lieber die mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten der Publikation und verweise auf den folgenden Filmbeweis.


(Wer die Wahrheit sehen will, aber im Feed kein Video sehen kann, sollte ins Blog springen!)

The Last Cookie ist ein feiner Film von Guillaume Boizanté, Mickaël Lalo und Isabelle Lemaux.

Das Titelbild basiert auf einem Foto von Flickr-User taberandrew, der es unter einer CC-Lizenz veröffentlicht hat. Dem schließe ich mich dankend an. Danke schön!

January 04 2012

Rotkäppchen und der liebe Wolf

Märchen sind ne feine Sache.
Man kann sie ausschmücken oder kurz und knapp erzählen. Man kann sie bei Omma aufm Schoß oder aufm Teppich vor einem Kassettenspieler hören.
Man kann hinein interpretieren, was man möchte. Man kann es auch lassen.
Man kann Traditionen wahren oder mit ihnen brechen.

Und man kann hingehen und echt schöne Kurzfilme aus ihnen machen, wie in diesem Fall von Hyunjoo Song getan.

Und was bietet sich da besser an als Rotkäppchen?


(Man ist nie zu alt für Märchen! Darum hier klicken, wenn der Feed kein Video zeigen will!)

Das Titelbild basiert auf einem Foto von Flickr-User mr-bigman, der es unter einer CC-Lizenz veröffentlicht hat. Dem schließe ich mich dankend an. Danke schön!

January 03 2012

Zukunft

Saufen, ballern, saufen, kotzen, Mund abwischen, weitermachen.

Trotz allen wortgewaltigen Getöses im Vorfeld ist so ein Jahreswechsel dann doch nur eine profane Transition von einem Tag auf den anderen und oft auf obige Auflistung reduzierbar.
Dabei leben wir doch jetzt in der Zukunft!
Und Zukunft ist bekanntlich gut für alle.

Wissen wir das zu schätzen? Nein. Warum auch?
Die Zeit oder das, was wir dafür halten, schreitet auch ohne unser Zutun voran und schert sich nicht um das Etikett, das wir ihr in unserer Hybris gerade umhängen möchten.

Was fangen wir eigentlich mit all der Zeit an, die uns nicht geschenkt wird, sondern uns vielmehr umrauscht? (Mal ganz davon abgesehen, dass die Zeit mehr Fluch als Geschenk zu sein scheint…) Versuchen wir, unsere Geschicke so zu lenken, dass sie nicht nur uns, sondern auch denen, die uns folgen mögen, eine bessere Zukunft ermöglichen? Machen wir, um vollends in den Sumpf des Pathos abzurutschen, diese Welt zu einem besseren Ort?

Wenige Fragen lassen sich derart leicht beantworten. Nein.

Wer sich jetzt zu der Vermutung hinreißen lässt, der Autor dieser Zeilen wäre ein Pessimist, dem seien die Kurzfilme von Grzegorz Jonkajtys nahegelegt. Hier wird Pessimismus aufs Feinste präsentiert. Ein Genuß.
Ja, natürlich haben die Filme alle schon ein bisschen was auf dem Buckel. Aber was interessiert einen schon die Zeit, wenn es um die Zukunft geht.


(Wer sich durch so viel Text gequält hat, soll auch mit drei Filmen belohnt werden. Und wer diese im Feed nicht zu Gesicht bekommt, der möge per Klick ins Blog springen!)

Frohes Neues!
Nachträglich.

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